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Die Ziele

Zunaechst einmal und das ist wichtig und jetzt auch bitte langsam lesen und gut einpraegen:
Das Projekt 'NPG' ist eine SATIRE und die Autoren distanzieren sich ausdruecklich von allen rechtsradikalen oder anderen rechtsgerichteten Ideologien und verurteilen diese zutiefst.

Als die Macher des Satiremagazin 'Titanic' im Rahmen einer satirischen Idee eine eigene Partei gruendeten und damit begannen Teile der Mauer wieder aufzubauen, fanden sich tatsaechlich Leute die davon ueberzeugt waren, dass es diese Partei gaebe (gegenwaertig kandiert sie bei den Landtagswahlen in NRW) und sie den erneuten Maueraufbau als ihr wichtigstes Ziel betrachteten.

Somit mache ich hier auch nichts anderes als eine Simulation in Form einer Satire vorzufuehren.

Die Idee zu diesem Weblog kam mir vor mehreren Wochen und dann erneut in den letzten Tagen.
Waehrend der Gedenkfeiern erinnerte ich mich an meine Gespraeche mit meinem Grossvater der im KZ war. Das Medium des Blogs, so dachte ich, bietet sich fuer eine Abrechnung mit allen rechtsgerichteten Patrteien und Gruppierungen an, damit die Gefahr und die gleichzeitige Idiotie dieser Leute satirisch aufgearbeitet werden kann. Somit: Humor als Waffe.

In meinen folgenden Beitraegen werde ich mich an tatsaechlichen und aktuellen Eintraegen auf den Seiten der npd & co anlehnen. Ich biete damit keine Geschichtsaufarbeitung - obwohl die Zeit des 2. Weltkrieges und der Weimarer Republik hier und da miteinbezogen wird - sondern eine Beschaeftigung mit den gegenwaertigen Versuchen der rechten Gruppierungen sich als 'Durchschnittsbuerger' auszugeben, der die Interessen der Oeffentlichkeit versteht und vertritt. Wie sehr sie dabei von den Idealen und Vorstellungen der meisten Menschen abweichen, moechte ich hier ebenfalls zum Thema machen.

Die Frage in den letzten Monaten lautete immer wieder: Wie gehen wir mit den neu erstarkten Rechten um?
Gewalt? Nein. Totschweigen? Nein, zu gefaehrlich so zu tun als gaebe es sie nicht.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an einen Beitrag von Herrn Henryk Broder auf SPIEGEL ONLINE (an dieser Stelle der Link zu seinem Artikel - http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,337491,00.html ): Humor ist da eine Moeglichkeit. Naemlich die Moeglichkeit diese ideologisch vollkommen verkommenen Gestalten laecherlich zu machen und zwar auf eine Weise, die nicht einfach fuer Lacher sorgt, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Einige Passagen in dieser Stellungnahme sind meinem heutigen Kommentar entnommen, aber ich denke, dass es noch einmal wichtig war dies in aller Deutlichkeit zu sagen, obwohl ich es mir anders gewuenscht haette.
quirinus - 11. Mai, 06:30

Besser so. Der Sinn für Komik & Satire ist gerade auch bei denen, die sich für politisch bewußt halten, nicht sonderlich ausgeprägt. Möge sich das ändern, vielleicht auch mit diesem Blog. Ich hoffe auf ein gutes Gelingen.

Morgaine - 11. Mai, 14:11

"Als die Macher des Satiremagazin 'Titanic' im Rahmen einer satirischen Idee eine eigene Partei gruendeten und damit begannen Teile der Mauer wieder aufzubauen, fanden sich tatsaechlich Leute die davon ueberzeugt waren, dass es diese Partei gaebe ..."

Verstehe ich nicht ganz. Auf MEINEM NRW-Wahlzettel kandidiert DIE PARTEI.
david ramirer - 11. Mai, 14:40

DIE PARTEI

kandidiert wirklich und Titanic erweitert mit dieser Aktion das übliche Spektrum von Satire. In gewisser Weise loten die Titanic-Macher aus, was an Satire noch geht. Es ist bei der "DIE PARTEI"-Aktion nicht so einfach, den satirischen Kern zu finden, aber er ist da, wie ein Oberton.
Ich finde die Idee genial.
Keats79 - 11. Mai, 15:15

Fuer die Titanic-Macher war es nicht das erste Mal, dass sie mit solchen Aktionen in Erscheinung traten. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere wie sie sich 2002 als FDP- und 2003 als SPD-Kandidaten ausgaben, aber vollkommen andere Ziele verfolgten.
Die Faxnummer DER PARTEI ist identisch mit dem Faxanschluss der Titanic-Redaktion und das laesst einen natuerlich fragen inwieweit diese Partei - obwohl sie auf den Wahlzetteln aufgelistet ist - tatsaechlich existiert.
Die Oeffentichkeit war ueberzeugt es mit einer Partei zu tun zu haben, die in ihrer Struktur den anderen Kandidaten gleicht Zwar wird DIE PARTEI mit all den anderen Parteien aufgefuehrt, doch abgesehen von den ca. 3000 Mitgliedern (nach eigenen Angaben und die damit entweder die regelmaessigen Leser sein koennten oder einfach Angaben die so gar nicht stimmen) gibt es nur einen Namen, eine angemeldete Partei und die Absicht die Mauer wieder hochzuziehen.
Ich stimme da Herrn Ramirer zu, der von einer 'Auslotung' der satirischen Dimension spricht. Satire wird so weit getrieben, bis es nicht von dem zu trennen ist was wir gewohnheitsgemaess als 'real' , 'wahr' oder 'wirklich' bezeichnen.
Morgaine - 11. Mai, 15:42

Ich habe da erhebliche Zweifel an den Auswirkungen dieser Satire. Wo ist der Unterschied zur Müller-Milch-Werbung, in der das Parlament als Quatschbude karikiert wird? Gut. Die einen karikieren die Politiker, die anderen das dämliche Volk. Volk lässt sich doch sicher gern als derart dämlich vorführen. Doch wo bitte liegt der Unterschied zu den angeblichen Satirikern der Weimarer Zeit, die mit Quatschbuden-Gags und Insektenvergleichen die schwache Pflanze Demokratie zertraten? Mit der Landtags-Kandidatur ist die Grenze zwischen Satire und Wirklichkeit tatsächlich aufgehoben worden. Und wieder kommt an dieser Stelle der historische Vergleich ...
pikas - 11. Mai, 15:56

Nein, Herr Keats! Es geht der PARTEI nicht darum, einfach "die Mauer wieder hochzuziehen". Ich zitiere aus dem Parteiprogramm:

Neugliederung des Bundesgebietes

Die Neugliederung des Bundesgebietes ist der einzige Fall, in dem das Grundgesetz (Artikel 29) einen Volksentscheid vorsieht. Wir streben die Verringerung der Anzahl der Bundesländer auf maximal acht durch einen solchen Volksentscheid an. Die fünf Länder Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Branden­burg und Mecklenburg-Vorpommern sollen dabei zu einem starken Ost-Bundesland zusammengefaßt werden. Um wirtschaftliche Impulse zu erzeugen, soll dieses neue, starke Bundesland eine Sonderbewirtschaftungszone (SBZ) bilden. Niedrige Steuersätze, flexible arbeitsrechtliche Regelungen und eine entbürokratisierte und gestraffte Verwaltung sollen den Aufschwung vorantreiben.

Diese Sonderbewirtschaftungszone (SBZ) soll auch baulich vom Rest der Bundesrepublik getrennt werden. Auf diese Weise soll unserer modernen, fortschrittlichen und zukunftsweisenden Idee einer solchen Zone Nachdruck verliehen werden.


Im übrigen handelt es um eine ordentliche, zu Wahl zugelassene Partei mit echten belegbaren (!) Mitgliedern und einem Programm. Seien Sie versichert: In Deutschland werden nicht irgendwelche potemkinschen Dörfer zur Wahl zugelassen.

Die enge Verknüpfung mit der Zeitschrift "Titanic" ergibt sich daraus, dass der Bundesvorstand der Partei aus Redaktionsmitgliedern besteht. Das ist an sich nicht verboten.
Keats79 - 11. Mai, 16:27

Morgaine - seien Sie da nicht so voreingenommen und lassen Sie diesem Projekt die Moeglichkeit, dass es sich erst einmal entwickelt. Nach ein, zwei Betraegen gleich eine Diskussion darueber zu starten, um Sinn von Unsinn zu trennen ist zwar sehr deutsch, aber nicht wirklich hilfreich.
Mit der Landtags-Kandidatur ist die Grenze zwischen Satire und Wirklichkeit nicht aufgehoben (das waere ja schon beinahe ein biblisches Zeugnis: "Und Gott kam herab und hob die Grenze zwischen den Dingen auf."), sondern in Frage gestellt.
An Pikas:
Die Aktion mit der oeffentlich Aufsehen erregt wurde war nun mal der Mauerbau. Es ist ja schoen und gut, wenn so etwas wie ein Parteiprogramm besteht und man darin beschreibt was fuer Ziele man zu erreichen gedenkt. Doch die Frage ist doch: wie will man diese Ziele erreichen? Die Antwort dafuer geben Sie sich und uns mit dem Zitat aus dem Parteiprogramm: "Diese Sonderbewirtschaftungszone (SBZ) soll auch baulich vom Rest der Bundesrepublik getrennt werden."
Baulich getrennt. Es geht hier um die Mauer und die bleibt die Kernaktion dieser Partei. Oder wollen Sie allen Ernstes ueber die 'fortschrittlichen und zukunftsweisenden" Ideen dieser Partei debattieren?
Morgaine - 11. Mai, 16:57

Was "sehr deutsch" ist, kann ich leider nicht beurteilen. Dazu fehlt MIR das wohlige Wir-Gefühl. Das des hier ein neues Projekt ist, kann ich nicht feststellen. DIE PARTEI kandidiert. Und wird sich damit der ganz normalen politischen Auseindersetzung stellen müssen. Oder ist das jetzt doch zuviel Realität? Kandidatur ja bitte - Kritik nein danke? Da haben Sie irgendwas falsch verstanden mit der Demokratie.
Keats79 - 11. Mai, 17:11

Nun, wenn Sie nicht wissen was in Bezug auf Ihren Kommentar als 'sehr deutsch' zu bezeichnen ist, dann helfe ich Ihnen da gerne nach.
Es ist ein ueberschaeumender Eifer nach Richtigkeitsfeststellungen: das ist falsch, das ist richtig, dies macht Sinn, jenes ist Unsinn. Ich frage mich dann immer woher diese Hartnaeckigkeit herkommt. Es ist die selbe buerokratische Hartnaeckigkeit mit der wir uns tagtaeglich beschaeftigen duerfen: da glaubt einer, er oder sie haette Recht und laesst es einen in aller Deutlichkeit spueren.
Wenn Sie sagen es ist kein neues Projekt, haben Sie recht. Doch was ist der Sinn dieser Feststellung, wenn sie ohnehin niemand bestreitet?
Kritik, nein danke?
Ich habe keinen blassen Schimmer aus welchen Gruenden und was genau sie mir da in die Schuhe schieben wollen.
Werden sie mal ein wenig lockerer, Frau Morgaine.
david ramirer - 11. Mai, 20:08

@morgaine

DIE PARTEI setzt sich der ganz normalen politischen auseinandersetzung aus, und genau das ist das neue und grenzenauslotende an diesem satire-projekt.
satire hat immer auch einen kern, der auf aspekte zum nachdenken hinweisen will: und all die fragen zu den mitgliedern, den unterstützern usw., die wirken alle als spiegel der anderen parteien, denn: bei welcher "echten" partei ist es denn anders? bei welcher anderen partei geht es denn mit "rechteren" dingen zu, was die unterstützer, verflechtungen und hierarchien betrifft?
schlimmer noch: verglichen mit DER PARTEI erscheinen mir andere parteien - auch hier in österreich - noch viel satirischer, noch viel weniger ernstzunehmen, noch viel weniger glaubwürdig. und es ist genau diese oberflächliche angeberei, die in der politik heutzutage die leute von den wahllokalen am wahltag fernhält. die ursachen dafür müssen irgendwo liegen... titanic zeigt eine mögliche ursache dafür für mich mit dieser aktion recht drastisch auf: politik hat mit realen bedürfnissen des volkes überhaupt nichts mehr zu tun. wir haben den faden verloren, wenn es um politik geht. sie ist grausamer selbstzweck geworden, folgt undurchschaubaren mechanismen und überrollt einfach alles. selbst so parolen wie "wir bauen die mauer wieder auf" finden wähler. der satirische aspekt wurde in der letzten ausgabe der zeitschrift recht deutlich, als beim foto einer demonstration auf je einem transparent das wort "nein!", am anderen das wort "ja!" stand... weder das eine noch das andere ist ein anliegen dieser "PARTEI". sie trifft sich dazwischen: und ist dort gemeinsam mit anderen parteien. und das ist dramatisch.
dnepr - 11. Mai, 20:15

Kommt ihr nicht etwas weit vom Thema ab.ich hatte mich hier auf einen echten volkssender gefreut .denn ich dann immer wüst beschimpfen kann.
Keats79 - 11. Mai, 20:24

Herr Ramirer ich stimme Ihnen zu und an DNEPR:
ich werde versuchen Sie nicht zu enttaeuschen, aber es scheint, dass es noch immer einige Leute gibt, die eine Spezialerklaerung fordern.
Morgaine - 11. Mai, 20:38

Eijeijei. Mitten rein gestossen? Das jedenfalls lassen Äusserungen vermuten, die mich eher an meine ersten erotischen Erfahrungen als an Politik erinnern: ER hatte mir erzählt, über welchen Erfahrungsschatz er doch verfüge, was jedoch leider nicht ganz der Wahrheit, hatte dann aus nachvollziehbaren Gründen störende Verspannungen ohne Anspannung - Und empfahl MIR selbstverständlich lockerer zu werden. Anders wäre ja auch zu peinlich gewesen.

Nun denn, mein Herr: Immer schön locker bleiben - Ist doch alles halb so schlimm hier! Selbst wenn ich wahrscheinlich diejenige bin, die von uns allen das Training politisch Handelnder am ehesten beherrscht. Oder was haben SIE bisher in in Ihrem Leben gemacht?

Noch mal von Anfang an: DIE PARTEI ist mit ihrer Kandidatur nicht mehr das verlängerte Redaktionsbüro der Titanic und entsprechend sakrosankt, sondern eine Interessengruppe, mit der es gilt, sich im Rahmen der politischen Diskussion auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung mag sich nach Ihrer bisherigen Erfahrung als Bürokratie definieren, ist aber im Umfeld der Politik das normale Tagesgeschäft. Ich fürchte, die Auflagen der Titanic derart zu steigern, wird ziemlich mühsam werden.

Welche Interessen vertreten Sie also ausser dem Wiederaufbau der Mauer? Oder war das nur Spass? Was bitte sollen die realen Bedürfnisse DES Volkes sein, die SIE vertreten wollen? Freibier für alle? Prima. Ich mag lieber Wein. Also: Was will DIE PARTEI? Vielleicht wähle ich sie - beim nächsten Mal - ja dann vielleicht doch.

P.S. Ich höre gerade von einem alten Gewerkschaftslinken, langjährigem Betriebsrat mit Basiserfahrung und täglicher Konsument von populistischen Schnapsideen, dass Ihr ein Spiel mit dem Feuer betreibt und auf einem Ressentiment reitet, das leider im Trend des Zeitgeists liegt.

P.P.S. Achtung Satire! Neues virtuelles Satire-Magazin gegründet. Mehr Infos unter ...
Keats79 - 11. Mai, 20:56

Einen Augenblick - liegt hier ein Missverstaendnis vor?
Ich bin nicht von DER PARTEI und verstehe nicht wieso Sie dieses Thema hier so sehr ausweiten.
Und ich bitte Sie: "Selbst wenn ich wahrscheinlich diejenige bin, die von uns allen das Training politisch Handelnder am ehesten beherrscht."
Wenn Sie koennen lassen Sie solche Kompetenzbekundungen, da sie nicht ueberzeugend, sondern leicht besserwisserisch daherkommen.
Ich bin Debatten und Disputen offen gegenueber eingestellt, aber ich denke, dass ich dafuer nicht darlegen muss wer ich bin und was ich gemacht habe oder gerade mache.
Meinem ersten langen Kommentar den ich gestern schrieb koennen Sie ein wenig ueber mich entnehmen und meine Position zu dem 'NPG'-Projekt habe ich deutlich gemacht.
"Ressentiment" und "Zeitgeist" sind starke Worte, aber mindestens genauso abgegriffen wie der Vorwurf ein Spiel mit dem Feuer zu betreiben. Das ist schlicht eine Verdrehung der Tatsache dessen worum es hier geht: eine satirische Beschaeftigung mit gegenwaertigen aber nicht neuen rechtsradikalen Stroemungen in diesem Land.
Morgaine - 11. Mai, 20:59

Hallo? War deutlich, nicht wahr:
Populistische Schnapsidee, Spiel mit dem Feuer und Ritt auf einem Ressentiment, das leider im Trend des Zeitgeists liegt.

Würde ich jetzt an Ihrer Stelle auch tun: Zurückrudern!
Selbstverständlich nur die rein satirische Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus.
Leider steht dieses rein satirische Projekt längst auf dem Wahlzettel in NRW.
Keats79 - 11. Mai, 21:31

S: "Siehst du es auch?"
D: "Ja. Klar und deutlich."
S: "Es ist der Wahnsinn. Er spricht zu mir."
david ramirer - 11. Mai, 22:30

@morgaine

soweit ich dem parteiorgan von DER PARTEI (Titanic) entnehme, : "sagen sie uns, was sie gerne hätten, und wenn wir damit demokratische mehrheiten erzielen können, kämpft die PARTEI für Sie. das versprechen wir jedem."
...also kann ihr wunsch nach wein statt bier vielleicht durchaus in der PARTEIzentrale auf fruchtbaren boden (parteiprogramm) fallen. im übrigen: ich bin weder mitglied noch vertreter der PARTEI, aber Titanic-Leser. Was ja nicht das selbe ist.
pikas - 12. Mai, 08:16

Also die Idee mit der Mauer finde ich zumindest überlegenswert. Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass die Wiedervereinigung die Bundesrepublik Deutschland - und zwar Gesamt-Deutschland- an den Rand des wirtschaftlichen Ruins gebracht hat. Auf der anderen Seite: In der DDR gab es alles, was uns heute fehlt: Vollbeschäftigung, Ganztagesbetreuung für Kinder, Wertstoffhöfe, Solidarität, keine Gewaltkriminalität u.s.w.

Was es damals nicht gab - Reisefreiheit und Westfernsehen - muss natürlich heute und in Zukunft gewährleistet sein. Ansonsten sollte man den Sonderstatus der neuen Bundesländer endlich akzeptieren und in angemessener, föderalistischer Form anerkennen. Dazu muss nicht zwangsläufig eine reale Mauer aufgebaut werden. Die Mauer in unseren Köpfen reicht. Andererseits würde der Bau natürlich jede Menge Arbeitsplätze in der Bau-Branche schaffen...

Aber ich schweife ab. Zurück zum Thema. Was ist Satire und was darf sie?

- Die deutsche Regierung setzt investiert Milliarden für ein gigantisches Mautsystem in den Sand
- Die Titanic gründet eine Partei
- Éin Blog einer erfundenen nationalistischen Partei mit Charlie Chaplin als Diktator im Logo erscheint
- Ich werfe mich in diesem Blog (in dem plötzlich bierernst über das Wesen der Satire diskutiert wird) für den Bau der Mauer in die Bresche.

Satire geht (wie ein guter Vorstopper) dahin, wo es weh tut. Und das muss nicht zwangsläufig lustig sein.
Keats79 - 12. Mai, 12:24

Satire kann zu dem Punkt fuehren an dem es beginnt zu schmerzen und der Versuch sollte zumindest unternommen werden ohne dass es in einem blossen 'Veralbern' endet.
An dieser Stelle - und von mir zum letzten Mal - der Versuch einer Definition von Satire durch Swift:
"Satire is a sort of glass wherein beholders do generally discover everybody's face but their own, which is the chief reason for that kind of reception it meets in the world, and that so very few are offended with it."

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